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Kaufnebenkosten berechnen

Zum Kaufpreis einer Wohnung kommen Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und oft ein Makler. Geben Sie Kaufpreis und Bundesland ein. Sie sehen jeden Posten, die Summe und wie viel Eigenkapital Sie dafür brauchen.

Grunderwerbsteuer 6,5 %, seit 1. Januar 2015.
Ihr Anteil an der Provision, einschließlich 19 % Umsatzsteuer. Der Rechner beginnt mit 3,57 %, einem üblichen Satz, als Annahme. Ohne Makler tragen Sie 0 ein.
Eine Annahme. Ihr Notar kann die Kosten vorab für Sie berechnen.

18.105 € zusätzlich zum Kaufpreis

12,1 %
des Kaufpreises
168.105 €
Kaufpreis und Nebenkosten zusammen
PostenBetrag
Grunderwerbsteuer 6,5 % in Nordrhein-Westfalen9.750 €
Makler 3,57 % des Kaufpreises5.355 €
Notar und Grundbuch 2 % des Kaufpreises, Annahme3.000 €
Zusammen18.105 €

Die Nebenkosten finanzieren Banken selten mit. Rechnen Sie damit, dass Sie sie selbst zahlen, dazu den Teil des Kaufpreises, den die Bank nicht finanziert:

Die Bank finanziertDarlehenEigenkapital
100 % des Kaufpreises150.000 €18.105 €
90 % des Kaufpreises135.000 €33.105 €
80 % des Kaufpreises120.000 €48.105 €

Wie viel eine Bank finanziert, hängt von der Bank und von Ihnen ab. Die drei Zeilen sind Beispiele, kein Angebot.

Rechnen Sie die ganze Wohnung durch

Die Nebenkosten sind eine Zeile in der Rechnung. Ob sich eine Wohnung trägt, hängt von Miete, Zins, Hausgeld und Steuer ab. Der Dealmotor in Plus rechnet das mit Ihren eigenen Zahlen durch:

  • Ihr Höchstgebot für 5 % Rendite im Jahr, mit diesen Nebenkosten;
  • Ihre eigene Steuer, Renovierung mit der 15-Prozent-Grenze und ein Stresstest für Zins, Miete und Leerstand;
  • zehn Jahre voraus: bis zu welchem Jahr Sie monatlich zuzahlen und was Sie in der Zeit tilgen;
  • Ihre Wohnungen speichern und per Link teilen, mit Ihrem Partner oder Ihrer Bank.

Plus kostet € 199 im Monat und ist monatlich kündbar. Ist es Ihnen innerhalb von 30 Tagen das Geld nicht wert, bekommen Sie es zurück. Premium sucht zusätzlich für Sie, liest die Unterlagen und bereitet Ihre Anfrage für die Bank vor.

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Grunderwerbsteuer in allen 16 Bundesländern

Jedes Land legt seinen Satz selbst fest, von 3,5 % bis 6,5 %. Die letzte Spalte rechnet mit dem Kaufpreis, den Sie oben eingeben; das gewählte Bundesland ist hervorgehoben.

BundeslandSatzseitbei 150.000 €
Baden-Württemberg5,0 %5.11.20117.500 €
Bayern3,5 %1.1.19975.250 €
Berlin6,0 %1.1.20149.000 €
Brandenburg6,5 %1.7.20159.750 €
Bremen5,5 %1.7.20258.250 €
Hamburg5,5 %1.1.20238.250 €
Hessen6,0 %1.8.20149.000 €
Mecklenburg-Vorpommern6,0 %1.7.20199.000 €
Niedersachsen5,0 %1.1.20147.500 €
Nordrhein-Westfalen6,5 %1.1.20159.750 €
Rheinland-Pfalz5,0 %1.3.20127.500 €
Saarland6,5 %1.1.20159.750 €
Sachsen5,5 %1.1.20238.250 €
Sachsen-Anhalt5,0 %1.3.20127.500 €
Schleswig-Holstein6,5 %1.1.20149.750 €
Thüringen5,0 %1.1.20247.500 €

Sätze zum 30. September 2026, aus den Übersichten von mehrwertsteuerrechner.de und kaufodermieten.de. Ändert sich ein Satz, zählt in der Regel der Tag, an dem Sie den Kaufvertrag beim Notar unterschreiben.

Was die Grunderwerbsteuer ist

Die Grunderwerbsteuer fällt einmal an, wenn Sie ein Grundstück oder eine Wohnung kaufen, und richtet sich nach dem Kaufpreis (§ 1, § 8 und § 9 GrEStG). Im Gesetz selbst stehen 3,5 % (§ 11 GrEStG), seit 2006 legen die Länder den Satz aber selbst fest (Art. 105 Abs. 2a GG). Nur Bayern ist noch bei 3,5 %.

Steuerschuldner sind Käufer und Verkäufer (§ 13 GrEStG). Im Kaufvertrag übernimmt fast immer der Käufer die Steuer. Das Finanzamt schickt den Bescheid einige Wochen nach dem Vertrag. Erst nach der Zahlung erhält der Notar die Unbedenklichkeitsbescheinigung, und erst dann kommen Sie ins Grundbuch (§ 22 GrEStG).

Mitverkauftes Inventar mit eigenem, angemessenem Preis im Vertrag, etwa eine Einbauküche, zählt nicht mit. Was zählt und was nicht, steht in Kaufnebenkosten und Grunderwerbsteuer.

Der Makler: wer die Provision zahlt

Seit dem 23. Dezember 2020 gelten feste Regeln für die Provision beim Kauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses, wenn der Käufer Verbraucher ist (§ 656b BGB):

  • Arbeitet der Makler für Käufer und Verkäufer, zahlen beide gleich viel (§ 656c BGB). Arbeitet er für den Verkäufer unentgeltlich, darf er auch von Ihnen nichts verlangen.
  • Hat nur der Verkäufer den Makler beauftragt, darf höchstens die Hälfte der Provision an Sie weitergegeben werden. Zahlen müssen Sie erst, wenn der Verkäufer seinen Teil gezahlt hat und das nachgewiesen ist (§ 656d BGB).

Für ein Mehrfamilienhaus oder eine Gewerbeimmobilie gelten diese beiden Regeln nicht, ebenso wenig, wenn Sie als Unternehmer kaufen. Jeder Maklervertrag über eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus braucht aber die Textform; eine E-Mail genügt (§ 656a BGB). Ob Sie beim Kauf als Kapitalanlage Verbraucher sind (§ 13 BGB), hängt vom Einzelfall ab: Wer privat eine Wohnung zum Vermieten kauft, ist es oft, aber nicht immer. Lesen Sie den Maklervertrag vor der Unterschrift.

Üblich sind 3,57 % pro Seite: 3 % plus 19 % Umsatzsteuer (§ 12 UStG). Das ist Gewohnheit, kein Tarif; es ist regional verschieden und verhandelbar. Tragen Sie ein, was im Exposé oder im Vertrag steht.

Notar und Grundbuch: warum 2 % eine Annahme sind

Ein Kaufvertrag über eine Wohnung muss notariell beurkundet werden (§ 311b BGB). Notar und Grundbuchamt rechnen nach festen Tabellen im Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG). Wie viel es wird, hängt vom Kaufpreis ab und davon, was anfällt: Vertrag, Vormerkung, Vollzug und Ihre Eintragung als Eigentümer.

Die Tabellen steigen nicht linear. Bei einer günstigen Wohnung ist der Anteil deshalb höher als bei einer teuren. Zusammen sind es meist 1,5 bis 2 % des Kaufpreises; der Rechner beginnt mit 2 %. Fragen Sie Ihren Notar vorab nach einer Schätzung.

Nehmen Sie ein Darlehen auf, kommen Notar und Grundbuch für die Grundschuld Ihrer Bank dazu, berechnet auf den Darlehensbetrag. Diese Kosten stehen nicht in dieser Rechnung.

Warum Sie die Nebenkosten selbst zahlen

Die Bank finanziert nicht Ihren Kaufpreis, sondern den Beleihungswert, den sie selbst festlegt. Die Nebenkosten machen die Wohnung nicht wertvoller. Deshalb finanzieren Banken sie selten, und Sie zahlen sie aus Eigenkapital, zusammen mit dem Teil des Kaufpreises, den die Bank nicht finanziert. Wie groß dieser Teil ist, hängt von der Bank ab; mehr in Baufinanzierung für Kapitalanleger.

Zwei Beispiele

Dieselbe Wohnung für 150.000 Euro, an zwei Orten gekauft. Notar und Grundbuch mit 2 %:

  • In Nordrhein-Westfalen mit Makler: 9.750 Euro Grunderwerbsteuer, 5.355 Euro Provision und 3.000 Euro Notar und Grundbuch. Zusammen 18.105 Euro, 12,1 % des Kaufpreises.
  • In Bayern ohne Makler: 5.250 Euro Grunderwerbsteuer und 3.000 Euro Notar und Grundbuch. Zusammen 8.250 Euro, 5,5 % des Kaufpreises.

Für dieselbe Wohnung sind das 9.855 Euro Eigenkapital Unterschied.

Häufige Fragen

Wie viel Maklerprovision darf ein Makler beim Kauf einer Wohnung verlangen?

Seit dem 23. Dezember 2020 gelten für eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus feste Regeln. Arbeitet der Makler für Käufer und Verkäufer, zahlen beide denselben Betrag (§ 656c BGB). Hat nur der Verkäufer ihn beauftragt, darf höchstens die Hälfte an Sie weitergegeben werden (§ 656d BGB). Üblich sind 3,57 % pro Seite, 3 % plus 19 % Umsatzsteuer, aber das ist Gewohnheit und kein gesetzlicher Satz.

Gelten diese Regeln auch beim Kauf als Kapitalanlage?

Sie gelten, wenn Sie Verbraucher sind (§ 656b BGB). Nach dem Bundesgerichtshof gehört die Verwaltung des eigenen Vermögens, auch der Kauf und die Vermietung einer Immobilie, in der Regel zum privaten Bereich; gewerblich wird es erst, wenn es ein Büro oder eine eigene Organisation braucht (BGH XI ZR 63/01). Für ein Mehrfamilienhaus gelten die Regeln nicht.

Wann zahle ich meinen Teil der Provision?

Hat der Verkäufer den Makler beauftragt und übernehmen Sie einen Teil, werden Sie erst zahlungspflichtig, wenn der Verkäufer seinen Teil gezahlt hat und das nachgewiesen ist (§ 656d Abs. 1 BGB). Lassen Sie sich den Nachweis zeigen, bevor Sie überweisen. Haben Sie allein einen Makler mit der Suche beauftragt, gilt diese Reihenfolge nicht; dann zahlen Sie, was Sie mit ihm vereinbart haben.

Wer zahlt Notar und Grundbuch?

Der Käufer, wenn der Vertrag nichts anderes sagt (§ 448 Abs. 2 BGB). Sie bekommen zwei Rechnungen: eine vom Notar, kurz nach dem Termin, und eine vom Grundbuchamt, später. Zusammen sind es meist 1,5 bis 2 % des Kaufpreises. Mit Darlehen kommen die Kosten für die Grundschuld Ihrer Bank dazu.

Wann muss ich die Grunderwerbsteuer zahlen?

Der Notar zeigt den Kauf innerhalb von zwei Wochen beim Finanzamt an (§ 18 GrEStG). Das Finanzamt schickt den Bescheid, und die Steuer wird einen Monat danach fällig (§ 15 GrEStG). Erst dann bekommt der Notar die Unbedenklichkeitsbescheinigung, und Sie können als Eigentümer ins Grundbuch (§ 22 GrEStG). Die Steuersätze in der Tabelle sind der Stand Oktober 2026.

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Mehr zu jedem Posten, auch in der Versteigerung: Kaufnebenkosten und Grunderwerbsteuer. Kaufen Sie in der Zwangsversteigerung, rechnen Sie mit dem Zwangsversteigerungsrechner. Ein erstes Gebot aus der Miete gibt Ihnen der Fünf-Zahlen-Check.

Dieser Rechner ist eine Information und keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung. Die Steuersätze haben den Stand vom 30. September 2026; Provision und Notar sind Annahmen, die Sie selbst anpassen. Lassen Sie Ihren eigenen Kauf von Ihrem Notar oder einer Steuerberaterin nachrechnen.